Details

Manage Your Money like a F*cking Grown-up


Manage Your Money like a F*cking Grown-up

Finanzielle Freiheit für Einsteiger

von: Sam Beckbessinger

16,99 €

Verlag: Campus Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 09.10.2019
ISBN/EAN: 9783593441962
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 273

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Im Laufe deines Lebens verdienst du einen Haufen Geld. Nun hast du die Wahl: Schmeißt du es für Krempel zum Fenster raus? Oder nutzt du es, um dir ein sorgenfreies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen?

Endlich die eigene Finanzplanung auf die Reihe kriegen – Sam Beckbessinger zeigt wie es geht! Und so kompliziert, wie immer behauptet wird, ist es gar nicht.
Mit Schaubildern, Übungen, Infografiken und manchmal sogar – oh wie süß! – Kätzchen, die dir helfen, deine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

Hier lernst du …
* wie du dein Hirn überlistest, mehr zu sparen (ohne auf Spaß verzichten zu müssen).
* wie du ein solides Budget erstellst.
* warum alle gängigen Infos über Kredite Blödsinn sind.
* wie du eine Gehaltserhöhung verhandelst.
* worauf es beim Investieren ankommt (und das ist nur eine einzige Sache).
* warum Vampire so verdammt reich sind.
Disclaimer 10
Warum habe ich dieses Buch geschrieben? 12
Die Vorgehens­weise in diesem Buch 14

Kapitel 1
Dieses Buch ist für dich 16
Geld und Freiheit 16
Die Wirtschaft liegt am Boden 28
Dein Gehirn und das Geld 36
Kapitel 2
Crashkurs Finanzen 43
Geld ist unkompliziert; die Finanzfritzen wollen, ?dass du glaubst, es wäre schwierig 46
Spar dein Geld 48
Lass dein Geld wachsen 57
Bring dein Geld in Sicherheit 70

Kapitel 3
Krieg dein Leben auf die Reihe 77
Dein finanzielles Schaltpult 78
Deinem Geld auf der Spur 78
Die Kontodetails beschaffen 81
Deine Ausgaben kategorisieren 88
Bonusrunde: Prüf deinen Scoring-Wert 93
Stopp! Zeit für die Analyse 95
Mit den Gefühlen klarkommen 98

Kapitel 4
Was ist dein Spiel? 101
Ein Spiel nach dem anderen 101
Ablaufdiagramm: Welches Geldspiel spielst du? 102
Spiel 1: Der Notsperre-Modus 104
Spiel 2: Einen O-Scheiße-Fonds aufbauen 105
Spiel 3: Verdammt noch mal raus aus den Schulden 107
Spiel 4: Sich einen Rettungsschirm zulegen 113
Optionales Spiel 5: Spezielle Sparziele 115
Spiel 6: Arbeite für deine Freiheit 117
Spiel 7: Sei nicht alt und arm 120
Alles zusammengenommen 123

Kapitel 5
Komm klar mit deinen Ausgaben 124
Zahl dich selbst als Erstes aus 124
Die Ausgaben einteilen 125
Regelmäßige Rechnungen 129
Mit Ausnahmen umgehen 135
Ablaufdiagramm: »Verdammt, ich brauche ?schnellstmöglich Bargeld« 140
Tägliche Ausgaben 142
Mein teures Heim 150
Dein Auto macht dich arm 162
Alles, was du über Steuern ­wissen musst 171
Das Geld und deine Familie 175

Kapitel 6
Geld verdienen 185
Was willst du werden, wenn du mal groß bist? 185
Finanzierung des Studiums 190
Nebenjobs 193
Geld gibt’s nicht umsonst 197

Kapitel 7
Die richtigen Konten 204
Allgemeine Grundsätze für die Kontenauswahl 204
Grundlegende Bankkonten 206
Zerschneide deine Kreditkarten 209
Sparkonten 213
Grundsätze des Investierens 214
Investier in deinen Ruhestand 225
Investier in deine Freiheit 231
Versicherungen 235
Was du ignorieren kannst 245

Kapitel 8
Bleib motiviert 248
Ist dir das alles zu ­einfach, du Schlauberger? Willst du ?ein ­bisschen Finanzmathematik? 248
Deine neuen Finanzgewohnheiten 250
Geh zu einem Finanzberater 255
Genieß dein Leben 260
Literatur 264
Danksagung 266
Anmerkungen 269
So macht Finanzplanung Spaß!
Sam Beckbessinger ist Fintech-Entrepreneurin und hat die letzten zehn Jahre damit verbracht, Tools für die persönliche Finanzplanung zu basteln. In ihrem Heimatland Südafrika war »Manage Your Money like a F*cking Grown-up« ein Bestseller.
Disclaimer

Okay, Leute, lasst uns ein paar Sachen klarstellen, damit meine netten Verleger und ich nicht verklagt werden.
Ich bin keine zertifizierte Finanzberaterin. Ich will euch mit diesem Buch helfen, ein paar grundlegende Dinge über Geld zu verstehen, und euch zeigen, wie ihr eure Finanzen auf die Reihe kriegt. Wenn ihr in einer schwierigen Situation steckt, holt euch professionelle Hilfe. In Kapitel 8 gibt es dazu ein paar Ratschläge.
Der Finanzsektor ändert sich ständig. Wenn ich darüber schreibe, wie bestimmte Anlageformen (zum Beispiel Immobilien oder Aktien) sich in der Vergangenheit entwickelt haben, ist das keine Garantie dafür, dass sie das in Zukunft genauso machen. Die Welt könnte sich verändern und einige der Fakten in diesem Buch fehlerhaft machen, wenn ihr es irgendwann später lest. Außerdem wird die Weltwirtschaft wahrscheinlich demnächst zusammenbrechen (danke, Donald Trump), und die Meeresspiegel werden steigen, und dann beruht die Wirtschaft möglicherweise vollständig auf Konserven und Trinkwasser, und in diesem Fall habe ich keine Ahnung, in was ihr investieren solltet. Aber die Grundregeln, die ihr lernen werdet – Sparen, Investieren, Diversifizieren –, taugen vermutlich für die meisten Szenarios.
Ich bin Südafrikanerin (das ist toll wegen der Sonne und der Gatsby-Sandwiches und weniger toll wegen der Ungleichbehandlung und des systemischen Rassismus). Dieses Buch wurde ursprünglich für Südafrikaner geschrieben, ist dann aber so weit wie möglich an die deutsche Leserschaft angepasst worden.
Da bestimmte Informationen sehr schnell veralten können, habe ich alles, was sich rasch verändern könnte, auf die Website gestellt: www.likeafuckinggrownup.com. Guckt euch das mal an, ist nämlich großartig.
Alle Geldangaben sind in Euro, sofern es nicht anders angegeben ist. Ich gehe von 7 Prozent jährlichem Investitionswachstum aus (inflationsbereinigt), es sei denn, es ist anders angegeben. Das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Jahresertrag des S&P 500 seit seiner Einführung im Jahr 1928 (einschließlich reinvestierter Ausschüttungen). Natürlich könnten eure Erträge nicht 7 Prozent betragen.
Weder die Autorin noch der Verleger können für irgendwelche Handlungen oder Ansprüche verantwortlich gemacht werden, die aus der Anwendung dieses Buches entstehen. Außerdem bitte immer von vorne nach hinten durchblättern.


Warum habe ich dieses Buch geschrieben?

Den größten Teil der letzten zehn Jahre habe ich damit zugebracht, bessere Tools für den Umgang mit Geld zu entwickeln. Und das nicht, weil ich Geld besonders interessant fände. Wie ihr sehen werdet, ist Geld eigentlich eine ganz schlichte Angelegenheit. Was mich dagegen fasziniert, sind Menschen und die Entscheidungen, die sie in ihrem Leben treffen, und die Geschichten, die wir einander darüber erzählen, wie die Welt funktioniert.
Dazu gehörten auch zahllose Interviews mit Leuten über ihre Erwartungen an Geld, von Großbritannien bis Uganda, von Südafrika bis Kenia, von Simbabwe bis in die Vereinigten Staaten. Die Menschen haben mir ihre Pläne, ihre Hoffnungen und Träume sowie ihre Ängste und Emotionen im Zusammenhang mit Geld anvertraut.
Und wisst ihr, was ich daraus gelernt habe? Die Geschichten, die man uns über Geld erzählt, sind größtenteils Bullshit.
Wir bekommen nie eine Bedienungsanleitung für Geld. Wir müssen keinen Finanzführerschein machen, ehe wir mit einer neuen Kreditkarte um die Häuser ziehen dürfen. Das meiste, was wir über Geld erfahren, stammt aus der Werbung oder von anderen Leuten, die genauso wenig Ahnung haben wie wir. Kein Wunder, dass wir so grundlegende Fehler machen. Kein Wunder, dass wir uns unfähig vorkommen und Angst haben. Kein Wunder, dass so viele von uns den Kopf in den Sand stecken und das Thema einfach verdrängen.
Ich habe mich entschlossen, dieses Buch zu schreiben, weil so viele von den Leuten, mit denen ich gesprochen habe, mir gesagt haben, sie würden sich das wünschen.
Ich hab echt lange gebraucht, um mir eine Vorstellung von Geld zu machen. Soll ich euch mal was Verrücktes erzählen? Die längste Zeit meiner Zwanziger bin ich einfach in Tränen ausgebrochen, wenn jemand versuchte, mit mir ein ernsthaftes Gespräch über meine Finanzen zu führen. Ich machte komplett dicht und fing an zu heulen und rannte weg. In meinem Kopf hatte ich all das Gerede darüber, dass meine Eltern nicht gut mit Geld umgehen konnten, also konnte ich auch nicht gut mit Geld umgehen, deshalb klinkte ich mich einfach vollständig aus und dachte über wichtigere Dinge wie Kunst und Philosophie nach. (Mein jüngeres Ich war eine prätentiöse Zicke.) Leider stellte sich heraus, dass »Einfach nicht darüber nachdenken!« keine vernünftige Finanzstrategie ist; es ist eher eine Abkürzung zum Schuldenberg und macht dich unfähig, eine Beziehung oder einen Job aufzugeben, weil du es dir einfach nicht leisten kannst. Ich könnte euch eine Menge darüber erzählen.
Ich brauchte ziemlich lange, um meinen Cowgirlhut aufzusetzen und herauszufinden, wie Geld eigentlich funktioniert. Ich möchte euch helfen, ebenfalls eure Cowgirlhüte aufzusetzen. Oder Cowboyhüte. Oder was immer ihr an Viehtreiberkleidung so bevorzugt.
Hauptsächlich habe ich dieses Buch aber für mich geschrieben, weil ich wünschte, ich könnte es in der Zeit zurückschicken an mein 25-jähriges Ich, das verwirrt und verängstigt mit einem Abschluss in Kreativem Schreiben durch die Welt spazierte und sich fragte, wie zum Teufel es jemals Miete bezahlen sollte.
Hey, mein 25-jähriges Ich. Es wird schon werden. Du bist so sexy wie nie und nicht annähernd so im Arsch, wie du glaubst. Ja, die Wirtschaft ist zusammengebrochen. Aber du hast mehr Möglichkeiten, als du glaubst. Tief durchatmen. Du schaffst das.
Noch eine letzte Sache, die ihr über mich wissen solltet: Ich habe ein schmutziges Mundwerk. Gebt nicht mir die Schuld, gebt die Schuld meiner Mutter, die flucht wie ein Matrose. Das zweite Wort, das ich zu sprechen gelernt habe, war »fuck«.
Außerdem hab ich schon mal Barack Obama abgeklatscht (echt jetzt). Das hat nichts mit diesem Buch zu tun. Ich erwähne es nur gerne.

Die Vorgehensweise in diesem Buch

Dieses Buch ist als Informationsquelle gedacht, also könnt ihr bedenkenlos die langweiligen Teile überspringen und gleich dorthin blättern, wo es für euch interessant ist. Ich nehme das nicht persönlich.
Kapitel 1 (Seite 16) schafft den Kontext und fordert euch dazu auf, darüber nachzudenken, warum Geld wichtig für euch ist. Wir sprechen auch darüber, warum es dem menschlichen Gehirn so schwer fällt, sich mit Geld zu beschäftigen.
Es lohnt sich, ein paar Grundprinzipien des Geldes zu verstehen. Deshalb gibt es in Kapitel 2 (Seite 43) einen – und nur ­einen – Theorieabschnitt, in dem ihr etwas über Assets, Zinseszins und Diversifizierung erfahrt. Das sind auch schon die einzigen drei Finanzkonzepte, die für die meisten Menschen von Belang sind. Ihr könnt diesen Abschnitt überspringen, wenn ihr eher so der HANDLUNGSORIENTIERTE TYP seid und VERDAMMT NOCH MAL GERADE KLEINE KÄTZCHEN RETTEN MÜSST, aber die Vorgehensweise dieses Buches ergibt mehr Sinn, wenn ihr ihn lest.
In Kapitel 3 (Seite 77) nehmen wir uns ein bisschen Zeit, unsere aktuelle Finanzlage zu analysieren. Das bedeutet, wir tragen alle Informationen über unsere Konten und unsere Ausgaben zusammen und bringen sie in einen sinnvollen Zusammenhang. ­Kapitel 4 (Seite 101) befasst sich mit dem Setzen von Zielen und der Frage, wie wir sie erreichen können. Diese beiden Kapitel bilden die Grundlage für alles Weitere, das hier besprochen wird, also arbeitet das durch, ehe ihr weiterlest.
Habt ihr immer den Eindruck, dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist? Also, in Kapitel 5 (Seite 124) kriegen wir diese Ausgaben in den Griff und machen sogar noch ein bisschen Geld zum Sparen locker. In Kapitel 6 (Seite 185) wird besprochen, wie man diese Ersparnisse noch etwas vergrößern kann, zum Beispiel indem wir ein Nebengeschäft am Laufen haben und uns weiterbilden. Diese Kapitel sind so angelegt, dass ihr euch bei Bedarf darin vertiefen könnt.
In Kapitel 7 (Seite 204) befassen wir uns mit den richtigen Spar- und Anlageformen, um unsere Ziele zu erreichen. Ihr müsst nur die Abschnitte lesen, die für eure eigene finanzielle Situation relevant sind.
Und schließlich schaffen wir in Kapitel 8 (Seite 248) einige Rituale und Gewohnheiten, um eure Motivation aufrechtzuerhalten. Auf dieses Kapitel könnt ihr zurückgreifen, wenn ihr euch in einer Sackgasse fühlt und ein bisschen Aufmunterung gebrauchen könnt.


Kapitel 1
Dieses Buch ist für dich

Geld und Freiheit

Kontrolle über dein Geld heißt Kontrolle über dein Leben
Wenn du dir noch mal die Liste aller Transaktionen anschaust, hast du in gewisser Weise ein Tagebuch deines Lebens vor dir. Dieses Mittagessen vor zwei Jahren mit Mutti – da ist der Beleg. Und hier diese Mitgliedschaft im Fitnessclub, die du abgeschlossen hast, ohne jemals hinzugehen. Und dort die Tierarztrechnung für deinen Hund. Der Wochenendtrip mit deiner besten Freundin. Das solltet ihr euch als Erstes merken: Hört auf zu glauben, ihr müsstet Geld und Emotionen voneinander trennen. Geld soll etwas Emotionales sein.
Wenn du mehr Kontrolle über dein Geld hast, bedeutet das, du lässt mehr davon in Dinge fließen, die dir wirklich wichtig sind. Statt also furchtbar erwachsen mit deinem Geld umzugehen, musst du erst mal herausfinden, was dir eigentlich etwas bedeutet. Total einfach, oder?
Dein Geld ist nicht unbegrenzt, es sei denn, du hast einen Flaschengeist zu Hause oder so was. Das heißt, du musst ehrlicher zu dir selbst sein, wenn es darum geht, wie dein Leben mal aussehen soll. Okay, vielleicht siehst du dich als Langstreckenläuferin und fantastische Vorgesetzte, die immerzu krasse Vintageklamotten trägt und sechs Mal im Jahr in Urlaub fährt und jeden Abend mit Freunden essen geht und außerdem in einem megatollen Haus wohnt und ein eigenes Unternehmen führt und wunderbare Minia­turporträts von Eichhörnchen malt, aber realistisch betrachtet musst du dich für ein paar dieser Sachen entscheiden. Du kannst alles Mögliche machen, aber nicht alles auf einmal.
Niemand will einfach bloß Geld. Wir wollen das, was Geld uns ermöglicht. Geld bedeutet Freiheit.

Mehr Kontrolle durch bewusste Entscheidungen
Die nächste wichtige Sache, die du dir bewusst machen musst, ist die: Der Großteil der Welt versucht aktiv zu verhindern, dass du das von dir geplante Leben führen kannst.
Jedes Unternehmen der Welt will, dass du seine Produkte kaufst. Sie geben alljährlich Millionen und Abermillionen Euro für Marketing und Werbung aus, Branchen, deren alleiniges Ziel darin besteht, dich glauben zu machen, du wolltest irgendeinen Schrott haben, den du nicht haben wolltest, ehe sie dir gesagt haben, dass du ihn willst. Diese Leute machen ihren Job beunruhigend gut. Sie prägen die Kultur, sie sorgen dafür, dass du an Dinge glaubst wie »Mit Chips geht es mir besser« und »Keiner liebt mich, wenn ich nicht auf eine ganz bestimmte Art schön bin« und »Qualität muss teuer sein«. Aber das sind nicht deine eigenen Vorstellungen. Sie wurden sorgfältig in dein Gehirn gepflanzt, um dir etwas zu verkaufen. Sie lenken dich ab von dem, was dir wirklich wichtig ist.
Und dann gibt es da noch diese anderen Leute, denen du zwar etwas bedeutest, die dir aber ihre eigenen Werte aufzwingen wollen, zum Beispiel deine Eltern. Ihre Vorstellung von einem guten Leben für dich umfasst möglicherweise ein großes Einfamilienhaus am grünen Stadtrand und einen zuverlässigen Arbeitsplatz und eine Menge Geld. Aber ihre Werte stammen aus einer Welt, die nicht mehr existiert – zuverlässige Arbeitsplätze, haha! Und das sind nicht notwendigerweise deine Werte.
Freunde können sogar noch weniger hilfreich sein. Wir alle ahmen unsere Freunde nach. Wir beneiden sie um ihre Urlaubsreisen, ihre Instagram-Feeds und die Sachen, die sie kaufen. Aber wir wissen eigentlich nicht, wie sie das alles finanzieren und welche Kompromisse sie dafür eingegangen sind.
Ein Typ namens Rob Greenfield hat beschlossen, dass es für ihn am wichtigsten ist, um die Welt zu reisen. Also besitzt er exakt 111 Dinge, und in den letzten fünf Jahren ist er mit diesen Gegenständen auf seinem Rücken durch die Welt gereist. Das entspricht wahrscheinlich nicht dem, was jedermann mit seinem Leben anfangen will. Aber Tatsache ist: Du hast mehr Möglichkeiten, als du glaubst.
Wenn du die Kontrolle über dein Geld hast, kannst du solche Entscheidungen bewusster treffen, denn wenn du das nicht tust, gibst du am Ende dein ganzes Geld für Sachen aus, die nach den Vorstellungen der Werbefritzen ein gutes Leben bedeuten.
Du hast mehr Grips. Du hast den Mumm, nach den Sternen zu greifen.

Stell dir deine Zukunft vor
Was reizt dich davon am meisten, wenn du an deine Zukunft denkst?
ein schönes Haus auf dem Land
ein sportliches Auto der Spitzenklasse
eine Hütte am Ufer eines ruhigen Sees
die ganze Welt sehen
eine Fähigkeit vervollkommnen, um ein bekannter Künstler oder Kunsthandwerker zu werden
Ehrenamt und Dienst an der Allgemeinheit
ein Studienabschluss
eine große Familie und Zeit mit ihr gemeinsam
beeindruckende Livekonzerte
wilde Partys in einer Villa schmeißen
ein neues Leben in einem anderen Land beginnen
verrückte Abenteuer erleben
eine erfolgreiche Freiberuflerin werden
Welche weiteren Zukunftsperspektiven wecken deine ­Sehnsucht?

Wer reich wirken will, wird meistens arm
Als ich Anfang zwanzig war, ging ich mit einem Jungen, der das beschissenste Auto fuhr, das man sich nur vorstellen kann. Einen zwölf Jahre alten Jetta, 90 Prozent Rost, der auf der Autobahn ständig liegenblieb. Als ich anfing, diesen Jungen zu daten, nahm ich an, dass er aus einer ganz normalen Familie kam. Er tat mir ein bisschen leid wegen seines scheußlichen Autos. Nachdem wir dann ein paar Monate zusammen waren, lernte ich seine Familie kennen. Und ich entdeckte zu meiner großen Überraschung, dass sie reich waren. Alter Geldadel.
Dieser Junge hatte sich seinen beschissenen Jetta nämlich selbst gekauft. Bar bezahlt. Von den Ersparnissen, die er seit seiner Kindheit zusammengetragen hatte. Niemand in seiner Familie hätte auch nur im Traum daran gedacht, für ein Auto einen Kredit aufzunehmen. Leute aus reichen Familien kennen diese Geheimnisse. Man bringt ihnen bei, bescheiden zu leben, bis sie sich ihren wahren Lifestyle leisten können. Gegen Kreditkarten und Autokauf auf Raten sind sie allergisch.
Wenn du das nächste Mal durch einen schnieken Vorort fährst und neidisch bist auf all diese Typen in ihren riesigen, coolen Autos, halte für einen Moment inne und frag dich, wie viele davon tatsächlich die Besitzer ihrer Autos sind und wie viele in Wirklichkeit der Bank verpflichtet sind. Sie mögen vielleicht gut bezahlte Sklaven sein, sicher, aber eben Sklaven, denn jede Entscheidung, die sie treffen, wird davon bestimmt, wie viel sie verdienen. Genau das machen Schulden mit dir. Sie zwingen dich, wie besessen Geld zu verdienen, weil du zurückzahlen musst, was du schuldig bist.
Vergleich das mal mit Leuten, die bescheiden gelebt haben, die konsequent eher Spiegelei auf Toast gegessen haben als grandiose Mittagsmenüs. Sie kaufen lieber bei TK Maxx als bei Burberry. Sie haben jeden Cent gespart und Anlagegüter gekauft. Ihr Geld vermehrt sich, während sie schlafen, deshalb müssen sie immer weniger Zeit damit verbringen, für Geld zu arbeiten, sich mit Geld zu beschäftigen, sich um Geld zu sorgen. Sie sind reich, wirklich reich, weil sie freie Entscheidungen treffen. Und das Tollste ist, du würdest das niemals vermuten, wenn du ihre Lebensweise siehst.
Viele von uns werden arm, weil sie versuchen, reich zu wirken.

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